Vorschlag für den Seniorenbeirat-Fragebogen
Vorbemerkung zur Haushaltslage:
Die CDU Dietzenbach steht für ehrliche Politik. Deshalb vorab: Dietzenbach hat über 100 Millionen Euro Schulden, mit die höchste Grundsteuer B in der Region und einen chronisch defizitären Haushalt. Hauptsächlich wegen sozialer Lasten.
Die finanziellen Spielräume sind minimal. Wer in dieser Situation großzügige Versprechungen macht, handelt unverantwortlich. Die CDU Dietzenbach hat auf die Fragen des Seniorenbeirats realistische Antworten gegeben – fokussiert auf das Notwendige und Machbare.
1. GESUNDHEIT UND PFLEGE
Frage 1: Ärztliche Versorgung
Bewertung: 4
Kommentar: "Die wohnortnahe ärztliche Versorgung hat höchste Priorität für Lebensqualität im Alter. Die CDU Dietzenbach sagt aber auch dazu: Die Ansiedlung niedergelassener Ärzte liegt nicht in der Zuständigkeit der Stadtverordnetenversammlung. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) regelt die ambulante ärztliche Versorgung, niedergelassene Ärzte sind freiberuflich tätig.
Was Stadtverordnete tun können:
• Politischen Druck auf die KVH ausüben. Das haben wir schon einmal gemacht, damit die ärztliche Notarztzentrale in Dietzenbach bleibt.
• Beschlüsse fassen, die den Magistrat beauftragen, aktiv zu werden.
Was die CDU Dietzenbach vom Magistrat erwartet:
• Aktive Ansprache potentieller Ärzte zur Niederlassung.
• Vermittlung geeigneter Praxisräume (nicht städtisch, sondern privater Markt), wenn vorhanden und möglich.
• Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für niederlassungswillige Ärzte
(ohne zusätzliches Personal, Integration in bestehende Strukturen).
• Jährliche Bedarfsanalyse und Berichterstattung.
Haushaltsmittel: Bei der aktuellen Haushaltslage kann Dietzenbach keine direkten finanziellen Anreize für Ärzte bieten. Die CDU Dietzenbach wird aber Anträge stellen, die den Magistrat zu kostenfreier Unterstützung verpflichten (Vermittlung, Beratung, Verwaltungshilfe).
Gesundheitsprävention beginnt mit niedrigschwelligem Zugang zu medizinischer Versorgung – die CDU Dietzenbach wird dafür kämpfen, auch ohne große finanzielle Mittel."
Frage 2: Unterstützung pflegender Angehöriger
Bewertung: 4
Kommentar: "Pflegende Angehörige leisten Enormes. Die CDU Dietzenbach sagt klar: Die Beratung und Unterstützung pflegender Angehöriger ist primär Aufgabe der Pflegekassen (§ 7a SGB XI) und des Kreises Offenbach als überörtlicher Sozialhilfeträger. Ergänzend ist hervorzuheben, dass Dietzenbach bereits über eine gut etablierte Seniorenarbeit verfügt. Diese beantwortet zahlreiche Anfragen durch Hausbesuche, telefonisch sowie im Büro und schafft dadurch viele persönliche Begegnungen. Im Seniorenzentrum besteht eine zentrale und sehr gut angenommene Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren. Durch gezielte Einsätze von Gemeindeschwestern sowie Seniorenberatungen sind qualifizierte Beratungen bereits heute möglich.
Es gibt hier auch in regelmäßigen Abständen einen Abend für Pflegende Angehörige. Dies ist ein kleiner Gesprächskreis, wo jeder gehört und sich mitteilen kann und diejenigen auch Hilfe an die Hand bekommen. Dies findet auch im Seniorenzentrum in der Siedlerstraße statt.
Was nicht in kommunaler Zuständigkeit liegt:
• Pflegeberatung nach SGB XI (Pflegekassen)
• Pflegekurse für Angehörige (Pflegekassen, § 45 SGB XI)
• Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege (Pflegeversicherung)
Was die Kommune ergänzend leisten kann – ohne große Kosten:
• Niedrigschwellige Erstberatung (was schon angeboten wird) und Lotsenfunktion.
• Koordination bestehender Angebote.
Forderung der CDU Dietzenbach an den Magistrat:
• Integration einer Lotsenfunktion 'Pflege' in bestehende Sozialberatungsstrukturen (kein neues Personal).
• Erstellung eines kostengünstigen Wegweisers 'Pflege in Dietzenbach' (Print minimal, hauptsächlich online).
• Eine Informationsveranstaltung jährlich in Kooperation mit Pflegekassen und Kreis (ohne städtische Kosten).
• Vernetzung mit Pflegestützpunkt des Kreises.
Haushaltsmittel: Die Haushaltslage erlaubt keine neue Stelle und keine dauerhaften Mehrkosten. Die CDU Dietzenbach setzt auf kosteneffiziente Koordination und Nutzung bestehender Strukturen. Soziale Prävention muss nicht teuer sein – Information und Vermittlung kosten wenig, wirken aber viel."
Frage 3: Tagespflege/Kurzzeitpflegeplätze
Bewertung: 3
Kommentar: "Tagespflege und Kurzzeitpflege sind wichtig. Die Stadtverordnetenversammlung hat aber keine direkte Steuerungsmöglichkeit. Pflegeinfrastruktur wird durch Landesrecht und Pflegeversicherung geregelt, Träger sind privatwirtschaftlich oder frei-gemeinnützig organisiert. Dennoch hat sich die CDU Dietzenbach verantwortlich dafür eingesetzt, dass vor Jahren das Pflegeheim „Doreafamilie“ konzipiert und ausgebaut wurde.
Was die Kommune tun kann – ohne Haushaltsmittel:
• Mögliche Ausweisung geeigneter Flächen in der Bauleitplanung (kostet nichts).
• Beschleunigte Genehmigungsverfahren (kostet nichts, ist Serviceleistung).
• Politisches Lobbying beim Land.
Forderung der CDU Dietzenbach an den Magistrat:
• Bedarfsanalyse mit vorhandenen Daten (keine teure Erhebung).
• Ansprache potentieller Träger durch den Bürgermeister.
• Ausweisung geeigneter Flächen im nächsten Flächennutzungsplan.
• Jährlicher kurzer Bericht zur Versorgungslage.
Was die CDU Dietzenbach nicht versprechen kann:
• Vergünstigte Grundstücksüberlassung (Stadt braucht jeden Euro aus Grundstücksverkäufen).
• Finanzielle Förderung von Trägern (dafür fehlt das Geld).
Die CDU Dietzenbach wird politischen Druck auf Kreis und Land ausüben und Bauleitplanung nutzen – das kostet nichts, kann aber Träger ermutigen."
2. MOBILITÄT UND BARRIEREFREIHEIT
Frage 4: ÖPNV-Förderung (Hopper)
Bewertung: 4
Kommentar: "Mobilität ist Teilhabesicherheit. Der ÖPNV liegt nicht in der Zuständigkeit der Stadtverordnetenversammlung. Der Kreis Offenbach ist gesetzlicher ÖPNV-Aufgabenträger nach ÖPNVG Hessen.
Die tatsächlichen Zuständigkeiten:
• Kreis Offenbach entscheidet über Linienführung, Taktung, Tarifgestaltung.
• Dietzenbach ist zur Mitfinanzierung verpflichtet (Kreisumlage + direkte Zuschüsse).
Position der CDU Dietzenbach: Die kommunale Mitfinanzierung des ÖPNV ist Pflichtaufgabe – diese Mittel sind gesetzlich gebunden und nicht disponibel.
Die CDU Dietzenbach steht zu dieser Verpflichtung, wird aber keine zusätzlichen freiwilligen Zuschüsse befürworten, solange die Stadt über 100 Millionen und mehr Euro Schulden hat.
Was die CDU Dietzenbach vom Magistrat/Bürgermeister erwartet:
• Deutliche Interessenvertretung Dietzenbachs beim Kreis.
• Regelmäßige Präsenz bei Kreistagssitzungen zum Thema ÖPNV.
• Einbringung konkreter Verbesserungsvorschläge (mehr Hopper-Fahrzeuge, Ausweitung der Betriebszeiten).
• Einrichtung einer einfachen Meldestelle für ÖPNV-Probleme (E-Mail-Adresse, keine neue Stelle).
• Halbjährlicher kurzer Bericht an Stadtverordnete.
• Der Seniorenbeirat hat gemeinsam mit dem Team der KvgOF eine spezielle Hopper-Broschüre für Seniorinnen und Senioren erstellt. Diese erklärt verständlich die Nutzung des Angebots. Sie sollte gedruckt und breit verteilt werden, da viele ältere Menschen den Hopper noch nicht kennen oder den Umgang noch nicht verstanden haben, obwohl er für sie eine erhebliche Erleichterung im Alltag darstellt.
Politisches Handeln der CDU Dietzenbach:
• Anträge, die den Bürgermeister beauftragen, beim Kreis für Verbesserungen zu kämpfen.
• Regelmäßige Thematisierung in der Stadtverordnetenversammlung.
• Klare Linie: Pflichtfinanzierung ja, freiwillige Mehrausgaben nein.
• Wir setzen uns dafür ein, dass der Hopper stadtgrenzüberschreitend verkehrt.“
Frage 5: Ehrenamtliche Fahrdienste/Rikscha-Projekt
Bewertung: 2
Kommentar: "Ehrenamtliche Fahrdienste und das Rikscha-Projekt sind wertvolle soziale Prävention gegen Einsamkeit. Hier liegt tatsächlich kommunaler Gestaltungsspielraum, aber die Haushaltslage zwingt zur Zurückhaltung.
Position der CDU Dietzenbach: Ehrenamt ist wertvoll, sollte aber primär ehrenamtlich bleiben. Bei über 100 Millionen Euro Schulden kann die Stadt keine großzügigen Förderungen leisten.
Was realistisch möglich ist:
• Versicherungsschutz, wenn notwendig, über städtische Sammelversicherung (falls vorhanden, sonst prüfen, ob kostenneutral möglich).
• Hilfe bei Antragstellung für Landes- und Bundesförderung (kostet nur Arbeitszeit).
• Öffentlichkeitsarbeit für die Projekte (über bestehende Kanäle).
Was die CDU Dietzenbach NICHT zusagen kann:
• Dauerhafte finanzielle Förderung (Fahrzeugwartung, Material, Koordination).
• Bereitstellung städtischer Räume kostenfrei (jeder Quadratmeter kostet Unterhalt).
• Neue Koordinierungsstellen.
Forderung an den Magistrat:
• Prüfung, ob bestehende Versicherungen Ehrenamtliche abdecken können.
• Unterstützung bei Antragstellung für externe Fördergelder.
• Vermittlung zwischen Projekten und potentiellen privaten Sponsoren.
Die CDU Dietzenbach unterstützt diese Projekte ideell und durch unbürokratische Verwaltungshilfe, kann aber keine dauerhaften Haushaltsmittel zusagen."
Frage 6: Barrierefreiheit
Bewertung: 4
Kommentar: "Barrierefreiheit ist gesetzliche Verpflichtung (Hessische Bauordnung, BGG). Hier haben Stadtverordnete und Magistrat direkte Verantwortung. Die CDU Dietzenbach steht dazu – auch wenn die Haushaltslage schwierig ist.
Klare kommunale Zuständigkeit:
• Öffentliche Wege, Plätze, städtische Gebäude.
• Bushaltestellen (in Zusammenarbeit mit Kreis).
• Stadtmöblierung (Bänke, Beleuchtung).
Forderung der CDU Dietzenbach an den Magistrat:
• Bestandsaufnahme mit vorhandenen Mitteln (keine teure externe Beauftragung).
• Priorisierung nach Dringlichkeit und Nutzungsfrequenz.
• Kontinuierliche Umsetzung im Rahmen ohnehin anstehender Baumaßnahmen (keine Zusatzkosten).
• Jährlicher kurzer Bericht.
Konkrete Maßnahmen – kosteneffizient:
• Bordsteinabsenkungen bei ohnehin anstehenden Straßenarbeiten.
• Beleuchtungsoptimierung bei Austausch defekter Lampen (LED = langfristig günstiger).
• Sitzbänke: Ersatz kaputter Bänke durch barrierefreie Modelle (nicht Neuanschaffung, sondern Ersatzbeschaffung).
• Barrierefreie Toiletten bei ohnehin anstehenden Sanierungen.
Haushaltsmittel: Die CDU Dietzenbach befürwortet ein moderates Jahresbudget (z.B. 30.000-50.000 Euro statt 100.000 Euro), das kontinuierlich die dringendsten Maßnahmen angeht. Das ist realistisch und machbar, auch bei schwieriger Haushaltslage.
Wichtig: Kein Neubau-Programm, sondern intelligente Nutzung ohnehin anstehender Maßnahmen. Das kostet weniger und erreicht trotzdem viel.
Die CDU Dietzenbach steht zur Barrierefreiheit – mit Augenmaß und Haushaltsverantwortung."
3. WOHNEN IM ALTER
Frage 7: Bezahlbarer, barrierefreier Wohnraum
Bewertung: 4
Kommentar: "Bezahlbares Wohnen ist zentral. Hier haben wir Stadtverordnete echte Gestaltungsmacht – durch Bauleitplanung und Grundstücksvergabe. Das kostet wenig, kann aber viel bewirken.
Finanzielle Beteiligung ist nicht notwendig, da die Bauvorhaben durch Investoren realisiert werden, die wiederrum auf Förderprogramme zugreifen können. Die Barrierefreiheit ist ab einer bestimmten Größe von Bauvorhaben gesetzlich vorgeschrieben.
Steuerungsinstrumente der CDU Dietzenbach (kostenneutral oder kostenarm):
1. Bauleitplanung (kostet nur Planungszeit):
• Festsetzung von Quoten für barrierefreie Wohnungen in neuen Bebauungsplänen (z.B. 20% barrierefrei).
• Staffelung der Wohnungsgrößen (nicht nur große Wohnungen).
2. Vereinfachung B-Pläne
• Überzogene Bau- und Umweltauflagen machen den Neubau von Wohnungen teuer. Wir setzten uns dafür ein, B-Pläne zu vereinfachen (keine Normierungen über das gesetzliche Maß hinaus) und damit kostengünstigere Wohnungen zu ermöglichen.
• Dennoch: Fokus auf hochwertigen, städtebaulich attraktiven Wohnungsbau. Wir sprechen uns strikt gegen zu hohe Verdichtung aus.
Forderung der CDU Dietzenbach an den Magistrat:
• Entwicklung einer 'Wohnraum-Strategie' (mit vorhandenen Mitteln, keine externe Beauftragung).
• Bedarfsermittlung mit vorhandenen Daten.
• Jährlicher Kurzbericht.
Was die CDU Dietzenbach NICHT zusagen kann:
• Kommunale Wohnungsbaugesellschaft (würde Millionen kosten, die die Stadt nicht hat).
• Großzügige Grundstücksvergabe unter Marktwert (Stadt braucht jeden Euro).
• Eigenes kommunales Förderprogramm.
Realistischer Ansatz: Intelligente Planung kostet wenig, kann aber viel bewirken. Die CDU Dietzenbach setzt auf Steuerung durch Bauleitplanung, ohne den Haushalt zu belasten."
Frage 8: Förderprogramm altersgerechter Umbau
Bewertung: 1
Kommentar: "Die CDU Dietzenbach sagt dazu: Bei über 100 Millionen Euro Schulden kann Dietzenbach kein eigenes Förderprogramm auflegen.
Bestehende Programme (Bund/Land):
• KfW-Programm 455-B und 159 (Bund).
• Hessische Wohnraumförderung (Land).
• Pflegekassen-Zuschüsse (§ 40 Abs. 4 SGB XI) bis 4.000 Euro. Beispiel: Mit einem Pflegegard bezahlt die Pflegekasse den Umbau eines Bades (rd. 4.000€) es gibt Firmen, die dies für diesen Preis anbieten und den Umbau an einem Tag verrichten. Zudem haben Personen mit einem Pflegegrad auch die Möglichkeit in eine Seniorengerechte Wohnung zu ziehen (wenn vorhanden) den Umzug kann die Pflegekasse auch bezahlen. Auch hier kann man sich gezielt in der Siedlerstraße beraten lassen
Was realistisch möglich ist – ohne Haushaltsmittel:
• Information und Beratung durch bestehende Sozialberatung (keine neue Stelle).
• Flyer zu Fördermöglichkeiten (online, minimale Druckkosten).
• Eine Informationsveranstaltung jährlich (in Kooperation mit Verbraucherzentrale/VHS, ohne städtische Kosten, jedoch zur Verfügungsstellung von Veranstaltungsraum).
Forderung der CDU Dietzenbach an den Magistrat:
• Integration der Beratung zu Förderprogrammen in bestehende Sozialberatungsstrukturen.
• Online-Information auf städtischer Website.
• Vermittlung zu Beratungsstellen des Kreises und der Verbraucherzentrale.
Was die CDU Dietzenbach NICHT zusagen kann:
• Eigenes städtisches Förderprogramm (unbezahlbar).
• Neue Beratungsstelle (kein Geld für Personal).
Wir, die CDU Dietzenbach, setzen auf intelligente Vermittlung zu bestehenden Programmen – das ist ehrlich und realistisch."
Frage 9: Betreutes Wohnen
Bewertung: 3
Kommentar: "Betreutes Wohnen ist wichtig, aber privatwirtschaftlich oder frei-gemeinnützig organisiert – nicht kommunal.
Was die Kommune tun kann – weitgehend kostenlos:
• Ausweisung geeigneter Flächen in der Bauleitplanung.
• Beschleunigte Genehmigungsverfahren.
• Aktive Trägeransprache durch Bürgermeister.
Forderung der CDU Dietzenbach an den Magistrat:
• Bedarfsanalyse mit vorhandenen Daten.
• Ansprache potentieller Träger.
• Kurzer jährlicher Bericht.
Was die CDU Dietzenbach NICHT zusagen kann:
• Vergünstigte Grundstücksvergabe (Stadt braucht Verkaufserlöse).
• Finanzielle Förderung von Trägern.
• Kommunale Trägerschaft (unbezahlbar).
Die CDU Dietzenbach schafft planungsrechtliche Rahmenbedingungen und ermutigt Träger – mehr ist bei der Haushaltslage nicht drin."
4. SICHERHEIT UND TEILHABE
Frage 10: Sicherheit im öffentlichen Raum
Bewertung: 4
Kommentar: "Sicherheit ist Grundvoraussetzung für Teilhabe. Hier haben Kommune und Stadtverordnete direkte Verantwortung.
Ansatz der CDU Dietzenbach: Soziale Prävention UND klare Regeln
1. Soziale Prävention (mit vorhandenen Mitteln):
• Streetwork im Rahmen bestehender Jugendarbeit (keine Ausweitung).
• Sicherheitsbegehungen mit Seniorenbeirat.
• Quartiersmanagement nutzen (wo bereits vorhanden).
2. Infrastrukturelle Maßnahmen (kosteneffizient):
• Beleuchtung verbessern und bei Austausch defekter Lampen auf LED umstellen (langfristig günstiger).
• Sauberkeit: Konsequente Nutzung vorhandener Ordnungsamtsressourcen.
• Schnellstmögliche Besetzung der Zentralen Koordinationsstelle „Müllentsorgung“ als verantwortlicher Ansprechpartner für die Bürger zum Thema Sauberkeit in Dietzenbach.
• Effektive Durchsetzung von Regeln für Sauberkeit, Ordnung und gegen Lärmbelästigung.
• Schnelle Beseitigung von illegal entsorgtem Müll, Ermittlung der Verursacher und deren Ahndung.
• Übersichtliche Platzgestaltung bei ohnehin anstehenden Umbauten berücksichtigen.
3. Ordnungsrecht (vorhandene Ressourcen nutzen):
• Stärkung der Polizei und Stadtpolizei im Stadtgebiet durch sichtbare Präsenz.
• Konsequente Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und Verschärfung der Strafen.
• Zusammenarbeit mit Polizei intensivieren.
• Konsequente Umsetzung der Maßnahmen aus dem Kommunal-Programm-Sicherheits-Siegel („KOMPASS“) zur Weiterentwicklung der städtischen Sicherheitsarchitektur.
• Optimierung der Videoüberwachung.
Forderung der CDU Dietzenbach an den Magistrat:
• Jährlicher Kurzbericht zur Sicherheitslage.
• Effizientere Nutzung vorhandener Ordnungsamts-Ressourcen.
• Bürgermeldestelle (E-Mail, ohne neue Stelle).
Haushaltsmittel: Die CDU Dietzenbach setzt auf effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen und intelligente Prävention. Eine punktuelle Ausweitung von Haushaltsmitteln halten wir für erforderlich.“
Frage 11: Gesellschaftliche Teilhabe
Bewertung: 3
Kommentar: “Teilhabe ist zentral. Hier kann die Kommune mit wenig Geld viel erreichen. Ein wichtiger Baustein ist hierbei die Dietzenbacher Vereine sowie die Seniorenarbeit in Dietzenbach. Zusätzlich besteht mit dem Helferkreis Dietzenbach ein Netzwerk, an das sich sowohl hilfesuchende als auch hilfebietende Menschen sowie Firmen rund um Pflege und Unterstützung wenden können.
Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr erfolgreich 20 Personen durch die Seniorenarbeit mit einer Basisqualifikation ausgebildet. Diese unterstützen ältere Menschen zu Hause und entlasten Angehörige auch stundenweise.
Gesellschaftliche Teilhabe ist ein zentraler Bestandteil einer lebendigen und funktionierenden Stadtgesellschaft. In der Siedlerstraße finden von Seiten der Seniorenarbeit regelmäßig vielfältige Angebote statt, die Begegnung ermöglichen, Aktivität fördern und soziale Einbindung stärken. Dazu gehören unter anderem Bewegungsangebote wie Momentsport, Gedächtnistraining, der „Bunte Donnerstag“, Chor sowie das Seniorenkino im Capitol.
Diese Veranstaltungen schaffen nicht nur Abwechslung im Alltag, sondern wirken gezielt Einsamkeit entgegen und fördern den Austausch untereinander.
Kosteneffiziente Maßnahmen:
• Barrierefreiheit (siehe Frage 6) – im Rahmen ohnehin anstehender Baumaßnahmen.
Forderung der CDU Dietzenbach an den Magistrat:
• Checkliste 'Barrierefreiheit' für alle städtischen Veranstaltungen (kostet nichts).
Die CDU Dietzenbach steht zur Teilhabe – mit Augenmaß und Haushaltsverantwortung.“
Frage 12: Seniorenbeirat
Bewertung: 4
Kommentar: "Der Seniorenbeirat ist wichtiges Sprachrohr unserer älteren Bevölkerung. Die CDU Dietzenbach steht klar zur Unterstützung des Seniorenbeirats.
Was möglich ist:
• Frühe Einbindung in Planungen.
• Regelmäßige Information.
• Kostenlose Nutzung von Sitzungsräumen bei Bedarf.
Wofür sich die CDU Dietzenbach einsetzt:
• Vorschlagsrecht des Seniorenbeirats ernstnehmen.
• Regelmäßiger Austausch.
• Die Schaffung einer angemessenen Rechtsgrundlage für den Seniorenbeirat, die mit der aktuellen hessischen Gemeindeordnung vereinbar ist.
Die CDU Dietzenbach steht zum Seniorenbeirat – mit Respekt und Verbindlichkeit.“
5. DIGITALE TEILHABE
Frage 13: Digitale Verwaltungsdienste
Bewertung: 4
Kommentar: "Digitalisierung ist durch das Online Zugangsgesetz Pflichtaufgabe. Die CDU Dietzenbach steht dazu: Digitale UND persönliche Angebote parallel.
Prinzip der CDU Dietzenbach:
• Digitale Dienste müssen seniorenfreundlich gestaltet sein.
• Analoge Zugänge sollen erhalten bleiben.
Forderung an den Magistrat:
• Einfache Benutzeroberflächen (kein Zusatzaufwand, nur Designentscheidung).
• Servicezeiten am Schalter NICHT reduzieren.
Was die CDU Dietzenbach NICHT zusagen kann:
• Digital-Lotsen im Rathaus (kein Geld für Personal).
• Eigene Computer-Arbeitsplätze mit Betreuung (unbezahlbar).
Realistischer Ansatz: Seniorenfreundliche Gestaltung kostet nicht mehr – ist nur Designentscheidung. Die CDU Dietzenbach steht für Digitalisierung mit Augenmaß – niemand darf abgehängt werden."
Frage 14: Digitale Bildung für Senioren
Bewertung: 2
Kommentar: Digitale Bildung ist wichtig.
Position der CDU Dietzenbach: Die mittlerweile kommunalisierte VHS bietet bereits Kurse an. Wir setzen auf das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Über die VHS ist sicherzustellen, dass die Menschen jeden Alters ein angemessenes Bildungsangebot zum Thema Digitalisierung finden.“
Frage 15: Digitalcafés
Bewertung: 1
Kommentar: Digitalcafés sind eine gute Idee, aber stehen in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten der VHS und sind deshalb nicht prioritär.
Position der CDU Dietzenbach: Wenn Träger (Kirchen, Vereine) Digitalcafés anbieten wollen: Unterstützung durch Öffentlichkeitsarbeit. Aber keine finanzielle Förderung.
Forderung an den Magistrat: Beantragung möglicher Fördermittel in diesem Sinne.
1. Di@-Lotsen (Hauptprogramm des Landes Hessen)
• Bis 1.500 Euro pro Stützpunkt für Technik (Träger Seniorenbeiräte, Kommunen, Kirchen u.a.)
2. "Senioren im Netz" (SiN)
• Förderung: bis zu 4.000 € pro Kommune/Seniorenbeirat
6. FREIZEIT, KULTUR UND EHRENAMT
Frage 16: Finanzielle Förderung ehrenamtlichen Engagements
Bewertung: 2
Kommentar: "Ehrenamt ist wertvoll. Die CDU Dietzenbach steht zum Ehrenamt – aber bei über 100 Millionen Euro Schulden mit Zurückhaltung bei finanzieller Förderung.
Position der CDU Dietzenbach: Ehrenamt soll primär ehrenamtlich bleiben. Finanzielle Förderung nur in begründeten Ausnahmefällen (z.B. Zusatzförderung für freiwillige Feuerwehr und Rettungskräfte) gemäß unseren Förderrichtlinien.
Realistisch möglich:
• Öffentliche Würdigung.
• Vermittlung zu Landes- und Bundesförderprogrammen.
• Unterstützung bei Antragstellung.
Was die CDU Dietzenbach NICHT zusagen kann außerhalb der bestehenden Vereinbarungen:
• Übernahme von Trainings- und Ausbildungskosten.
• Dauerhafte finanzielle Förderung.
Die CDU Dietzenbach schätzt Ehrenamt, kann aber keine großzügige zusätzliche finanzielle Förderung zusagen."
Frage 17: Förderung bedürftiger älterer Menschen
Bewertung: 2
Kommentar: "Soziale Gerechtigkeit ist wichtig. Aber die Haushaltslage erlaubt keine zusätzlichen Sozialleistungen, die über das, was wir in Dietzenbach schon anbieten, hinausgehen. Es bestehen bereits Vergünstigungen für Senioren, z.B. im Schwimmbad, Kino D oder dem Historischen Museum.
Position der CDU Dietzenbach: Vergünstigungen über die bestehenden angebotenen Leistungen hinaus für Bedürftige sind wünschenswert, aber bei der Haushaltslage nicht finanzierbar.“
Frage 18: Spezielle Kulturangebote für Senioren
Bewertung: 2
Kommentar: "Kultur ist wichtig. Die CDU Dietzenbach setzt auf Gestaltung aller Angebote für alle Generationen statt Sonderprogramme.
Position der CDU Dietzenbach: Wichtiger als Sonderprogramme: Barrierefreiheit bei allen Angeboten, bezahlbare Preise.
Die CDU Dietzenbach steht für Kultur für alle – aber ohne zusätzliche Haushaltsmittel für Sonderprogramme. Unser Ziel ist es, die Kulturangebote zu bündeln und ein attraktives, erweitertes Theater- und Kulturabonnement zu schaffen.“
7. OFFENE FRAGEN
Was sind aus Ihrer Sicht die drei wichtigsten Maßnahmen für eine seniorenfreundliche
Kommune?
1. Sicherheit und Barrierefreiheit: Sichere Gehwege, gute Beleuchtung, sichtbare Polizeipräsenz, verlässlicher Winterdienst und Prävention gegen Betrugsdelikte (z.B. Enkeltrick).
2. Gute medizinische Versorgung vor Ort: Konsequenter Einsatz für den Erhalt und die Verbesserung der ärztlichen Versorgung in Dietzenbach.
3. Unterstützung in der digitalen Welt: Seniorenfreundliche digitale Angebote bei gleichzeitigem Erhalt persönlicher Anlaufstellen.
Persönliche Botschaft:
Liebe Seniorinnen und Senioren,
Sie haben Dietzenbach über viele Jahre geprägt – mit Ihrer Arbeit, Ihrer Lebenserfahrung und Ihrem Engagement. Dafür danken wir Ihnen herzlich.
Als CDU Dietzenbach ist es uns wichtig, dass Sie sich auch im Alter sicher, ernst genommen und gut unterstützt fühlen. Dazu gehören eine wohnortnahe medizinische Versorgung, sichere Straßen und Wege, Unterstützung in der digitalen Welt und ein ansprechendes kulturelles Angebot. Uns ist wichtig, dass Sie weiterhin in der Mitte der Gesellschaft eingebunden sind.
Dietzenbach muss eine Stadt für alle Generationen sein – auch mit knappen finanziellen Mitteln. Das geht nur mit Ehrlichkeit, Prioritätensetzung und kluger Steuerung.
Dafür braucht es Ihre wertvolle Erfahrung. Bitte bringen Sie sich weiterhin ein, damit wir Dietzenbach gemeinsam gestalten können.
Ihre CDU Dietzenbach
